Senkung des Leitzins: Eine eingehende Analyse der geplanten Zinssenkung im Juni

Die Europäische Zentralbank (EZB) steht an einem Wendepunkt in ihrer Geldpolitik, da sie sich auf eine geplante Zinssenkung im Juni vorbereitet. Diese Entscheidung wird von vielen als unvermeidlich angesehen, um die Wirtschaft anzukurbeln und die Inflation anzufachen. Doch die Diskussionen innerhalb des EZB-Rats über den weiteren Zinspfad und die Reaktion auf externe Faktoren wie die geldpolitischen Entscheidungen der Federal Reserve und globale Risiken werfen wichtige Fragen auf. In diesem ausführlichen Artikel werden wir die verschiedenen Standpunkte und Überlegungen der EZB-Mitglieder sowie potenzielle Auswirkungen auf die Wirtschaft und den Euro-Wechselkurs untersuchen.

Einigkeit über die Juni-Senkung

Die geplante Zinssenkung im Juni wird von den meisten Mitgliedern des EZB-Rats unterstützt, da sie als notwendiger Schritt angesehen wird, um die Wirtschaft anzuschieben. Trotz dieser Einigkeit gibt es unterschiedliche Grade der Überzeugung innerhalb des Rates. Während einige Mitglieder wie Robert Holzmann noch zögerlich sind, sind andere wie Olli Rehn zuversichtlicher und glauben, dass die Zeit für eine Zinssenkung gekommen ist. Diese Uneinigkeit spiegelt die Vielfalt der wirtschaftlichen Herausforderungen wider, denen die Eurozone gegenübersteht.

Uneinigkeit über den weiteren Zinspfad

Die Diskussionen im EZB-Rat konzentrieren sich nun darauf, was nach der geplanten Zinssenkung im Juni kommen wird. Einige Mitglieder argumentieren für eine vorsichtige Vorgehensweise, da sie der Ansicht sind, dass es zu früh sei, den Sieg über die Inflation zu verkünden. Andere betonen die Bedeutung einer datenabhängigen Geldpolitik, die flexibel auf die sich ändernde wirtschaftliche Situation reagiert. Diese Uneinigkeit unterstreicht die Komplexität der Herausforderungen, vor denen die EZB steht, und die Schwierigkeit, eine gemeinsame Basis zu finden.

Reaktion auf die Fed und globale Risiken

Die EZB beobachtet auch aufmerksam die geldpolitischen Entscheidungen anderer Zentralbanken, insbesondere der Federal Reserve. Die Aussicht auf längere Verzögerungen bei den Zinssenkungen der Fed könnte die Geldpolitik im Euroraum beeinflussen. Darüber hinaus bergen globale Risiken wie ein möglicher Ölpreisschock Unsicherheiten für die zukünftige Geldpolitik der EZB. Diese externen Faktoren erschweren die Planung und Umsetzung einer kohärenten geldpolitischen Strategie.

Euro: Wechselkursvolatilität im Blick

Die EZB verfolgt auch aufmerksam die Schwankungen des Euro-Wechselkurses, da dieser Auswirkungen auf die Inflation haben kann. Eine längere Periode der geldpolitischen Lockerung in Europa im Vergleich zu den USA könnte den Euro schwächen und die Importinflation beeinflussen. Die EZB hat jedoch kein explizites Ziel für den Wechselkurs, sondern berücksichtigt ihn als einen Faktor bei ihren geldpolitischen Entscheidungen. Diese Wechselkursvolatilität stellt eine weitere Herausforderung dar, die die EZB berücksichtigen muss.

Fazit

Die Zukunft der Geldpolitik der EZB bleibt vor dem Hintergrund zunehmender Unsicherheiten und Risiken ungewiss. Während die Einigkeit über die geplante Zinssenkung im Juni besteht, sind die Meinungen über den weiteren Kurs gespalten. Die EZB wird sich weiterhin bemühen, eine ausgewogene Strategie zu verfolgen, um die Wirtschaft zu unterstützen und potenzielle Risiken zu bewältigen. Die kommenden Monate werden zeigen, wie erfolgreich die EZB dabei sein wird, diese Herausforderungen anzugehen und die wirtschaftliche Stabilität in der Eurozone zu erhalten.

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Älteres Haus erwerben: Was kommt auf Kosten für die Sanierung auf mich zu (Sanierungsrechner)?

Wer ein Haus erwerben möchte, bei dem noch etwas Hand angelegt werden muss um es wieder auf einen akzeptablen Stand zu bekommen, steht vor zwei Fragen:

  1. Was kosten die Sanierungsmaßnahmen?
  2. Wieviel Energie benötigt das Haus bzw. welche Energieeffizienzklasse wird das Haus nach der Sanierung haben?
  3. Welche KfW Mittel (Förderdarlehen) kann ich nutzen?

Was die Energieeffizienz betrifft, ist es wichtig, den Energiebedarf des Hauses zu kennen, um sowohl die Umweltbelastung als auch die laufenden Kosten für Heizung und Strom zu minimieren. Nach der Sanierung kann eine energetische Bewertung durchgeführt werden, um festzustellen, welche Energieeffizienzklasse das Haus erreicht hat. Dies kann durch die Verbesserung der Dämmung, den Austausch von Fenstern und Türen, die Installation energieeffizienter Heizungs- und Kühlungssysteme sowie den Einsatz erneuerbarer Energien erreicht werden.

Diese Fragen sind für die Entscheidung ob man das Haus erwerben möchte wichtig. Die Gesamtinvestitionskosten, bestehend aus dem Kaufpreis des Hauses, den Nebenkosten und den Sanierungskosten, sind entscheidend für die Finanzierungsplanung. Es ist wichtig, alle diese Kosten sorgfältig zu berücksichtigen, um sicherzustellen, dass die Finanzierung tragfähig ist und das Budget nicht überschritten wird. Eine gründliche Kalkulation vor dem Erwerb der Bestandsimmobilie ist daher unerlässlich, um finanzielle Überraschungen zu vermeiden und sicherzustellen, dass das Haus den eigenen Anforderungen und Vorstellungen entspricht.

Sanierungsrechner

Die Kosten für Sanierungsmaßnahmen können stark variieren und hängen von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Zustand des Hauses, dem Umfang der notwendigen Renovierungen und den gewählten Materialien und Handwerkern. Da es in der Regel schwierig ist, diese Kosten einzuschätzen bietet Baufi Partners einen Immobilien-Sanierungsrechner der eine ersten Kostenschätzung unterstützt. Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass der Kostenrechner eine Schätzung abgibt und keine genaue Ermittlung durch eine Fachperson wie Architekten oder Bauingenieur ersetzten kann.

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Was ist ein Vorvertrag zum Hauskauf und wie unterscheidet er sich von einer Reservierungsvereinbarung?

Beim Kauf oder Verkauf einer Immobilie ist ein Vorvertrag ein wichtiger Bestandteil des Transaktionsprozesses, der beiden Parteien Sicherheit und Planbarkeit bietet. Ein solcher Vertrag verpflichtet die Vertragsparteien zum späteren Abschluss eines Hauptvertrags, wobei er rechtlich bindend ist und unter den Kontrahierungszwang fällt. Dies bedeutet, dass beide Parteien sich zum Abschluss des Hauptvertrags verpflichten. Ein Vorvertrag für den Kauf eines Hauses muss notariell beurkundet werden, genau wie der Hauptvertrag selbst.

Inhalt eines Vorvertrags:

  1. Vertragsparteien: Name und Anschrift von Käufer und Verkäufer.
  2. Beschreibung der Immobilie: Grundbuchdaten mit Grundstücksnummer und Flurnummer.
  3. Kaufpreis: Vereinbarter Kaufpreis für die Immobilie.
  4. Zahlungsmodalitäten: Festlegung der Zahlungsbedingungen, einschließlich Anzahlungen und Restzahlungen.
  5. Frist für den Abschluss des Hauptvertrags: Zeitrahmen, innerhalb dessen der Hauptvertrag abgeschlossen werden soll.
  6. Schadensersatzklausel: Regelung für den Fall, dass eine Vertragspartei vom Vorvertrag zurücktritt.

Ein Vorvertrag bietet sowohl dem Käufer als auch dem Verkäufer Sicherheit und Planbarkeit. Käufer können die Immobilie bereits verbindlich reservieren, auch wenn sie noch nicht liquide sind. Verkäufer können sicher sein, dass das Geschäft bald abgewickelt wird, ohne weiter nach Käufern suchen zu müssen.

Kosten und rechtliche Bindung

Die Kosten für einen Vorvertrag umfassen Notarkosten für die Beurkundung sowie weitere Auslagen. Ein Vorvertrag muss notariell beurkundet werden, um rechtlich bindend zu sein. Ein unbegründeter Rücktritt vom Vorvertrag kann zu Schadenersatzforderungen führen. Eine notarielle Beurkundung sichert die Rechtswirksamkeit und Rechtsverbindlichkeit des Vertrags für beide Parteien.

Vorvertrag vs. Reservierungsvereinbarung

Eine Reservierungsvereinbarung zwischen einem Makler und einem Kaufinteressenten garantiert, dass die Immobilie für eine bestimmte Zeit nicht anderen Interessenten angeboten wird. Die Reservierungsgebühr, die der Käufer an den Makler zahlt, stellt eine Entschädigung für die Reservierung dar. Eine Reservierungsvereinbarung bietet zusätzliche Sicherheit, ist aber nicht rechtlich bindend wie ein Vorvertrag und kann unter bestimmten Umständen nichtig sein.

Finanzierung

Sollten Sie beabsichtigen einen Vorvertrag oder Reservierungsvereinbarung abzuschließen, stellen Sie sicher, dass die Finanzierung der Immobilie sichergestellt ist oder zumindest in Aussicht steht.

Fazit

Insgesamt bietet ein Vorvertrag beim Hauskauf eine verbindliche Grundlage für den späteren Abschluss des Hauptvertrags, während eine Reservierungsvereinbarung zusätzliche Sicherheit bietet, aber nicht die rechtliche Bindungsgarantie eines Vorvertrags hat. Beide Dokumente sollten sorgfältig geprüft und notariell beurkundet werden, um rechtliche Konflikte zu vermeiden. Ein Vorvertrag ist eine entscheidende Maßnahme, um die Interessen beider Parteien beim Kauf oder Verkauf einer Immobilie zu schützen.

Nebenkosten bei der Vermietung von Wohnraum: Umlagefähige und nicht umlagefähige Kosten

Die Frage der Nebenkosten bei der Vermietung von Wohnraum ist sowohl für Vermieter als auch Mieter von großer Bedeutung und unterliegt rechtlichen Regelungen, die in Deutschland insbesondere im zweiten Buch des Bürgerlichen Gesetzbuchs (§ 556 BGB) verankert sind. Umlagefähig sind nur diejenigen Nebenkosten, die regelmäßig anfallen. Reparatur- und Verwaltungskosten hingegen fallen stets in die Verantwortung des Vermieters. Die genauen Nebenkosten, die der Vermieter seinen Mietern auferlegen kann, sind nicht im Bürgerlichen Gesetzbuch, sondern in der Betriebskostenverordnung (BetrKV) festgelegt.

Die Betriebskostenverordnung (BetrKV) legt fest, welche Ausgaben Vermieter den Mietern über die Nebenkostenabrechnung in Rechnung stellen können. Sie gliedert sich in zwei Abschnitte: Der erste Abschnitt definiert, welche Kosten umlagefähig sind und welche nicht. Im zweiten Abschnitt werden 17 Kostenpositionen aufgeführt, die den Definitionen des ersten Abschnitts entsprechen und vom Vermieter abgerechnet werden können:

  1. Grundsteuer
  2. Kosten der Wasserversorgung
  3. Kosten der Entwässerung
  4. Heizkosten
  5. Warmwasserkosten
  6. Kosten verbundener Heizungs- und Warmwasserversorgungsanlagen
  7. Kosten des Betriebs des Personen- oder Lastenaufzugs
  8. Kosten der Straßenreinigung und Müllbeseitigung
  9. Kosten der Gebäudereinigung und Ungezieferbekämpfung
  10. Kosten der Gartenpflege
  11. Kosten der Beleuchtung
  12. Kosten der Schornsteinreinigung
  13. Kosten der Sach- und Haftpflichtversicherung
  14. Kosten für den Hauswart
  15. Kosten des Betriebs der Gemeinschafts-Antennenanlage oder Breitbandverteiler
  16. Kosten des Betriebs der Einrichtungen für die Wäschepflege
  17. sonstige Nebenkosten

Wie werden die Heizkosten unter den Mietern aufgeteilt?

Die Aufteilung der Heizkosten hängt grundsätzlich von der Art der Heizung ab. Mieter, die ihre Wohnung mit Strom heizen, erhalten normalerweise keine separate Abrechnung, sondern tragen die Kosten über ihre persönliche Stromrechnung.

Bei Gas-, Öl-, Pellets- und Fernwärmeheizungen ist die Situation anders. In diesen Fällen stellt der Vermieter in der Regel eine Abrechnung aus, entweder separat für die Heizkosten oder als Teil der Nebenkostenabrechnung. Wenn die Heizkosten über die Nebenkosten abgerechnet werden, muss im Mietvertrag der gleiche Abrechnungszeitraum für Neben- und Heizkosten festgelegt sein. Wenn unterschiedliche Abrechnungszeiträume vereinbart wurden, erhalten die Mieter separate Nebenkosten- und Heizkostenabrechnungen. In beiden Fällen gelten formell dieselben Anforderungen.

Heizkosten haben eine besondere Stellung im Vergleich zu den „kalten“ Nebenkosten wie Gartenpflege, Grundsteuer oder Gebäudereinigung, da sie individuell basierend auf dem Verbrauch abgerechnet werden müssen – zumindest teilweise. Der Vermieter muss 50 bis 70 Prozent der Heizkosten verbrauchsabhängig abrechnen, während 30 bis 50 Prozent grundsätzlich über einen Verteilerschlüssel umgelegt werden können. Typischerweise werden die Kosten für die Heizungsanlage, wie Wartung, Reinigung, Überwachung und Bedienung, auf diese Weise verteilt.

Für eine Ölheizung muss der Vermieter den Ölbestand zu Beginn und zum Ende des Abrechnungszeitraums angeben, während bei Erdgas und Fernwärme angegeben werden muss, wie viel Energie vom jeweiligen Mieter verbraucht wurde und welche Kosten dadurch entstanden sind.

Betriebskostenverordnung und Nebenkostenabrechnung

Obwohl im allgemeinen Sprachgebrauch Nebenkosten oft mit Betriebskosten gleichgesetzt werden, ist dies bei genauerer Betrachtung nicht ganz korrekt. Unter Betriebskosten versteht man alle laufenden Ausgaben, die regelmäßig anfallen und einen ordnungsgemäßen Gebrauch der Mietobjekte sicherstellen. Im Gegensatz dazu umfassen Nebenkosten alle Kosten, die dem Vermieter im Zusammenhang mit dem Mietobjekt entstehen. In diesem Kontext sind Betriebskosten lediglich ein Bestandteil der Nebenkosten.

Bei der Umlage der Nebenkosten gilt: Der Vermieter kann nur die Nebenkosten vom Mieter zurückverlangen, die ausdrücklich im Mietvertrag vereinbart wurden. Viele Mieter finden den Begriff „Betriebskostenverordnung“ daher in ihrem Mietvertrag. Dort sind oft Vereinbarungen wie „Neben der Miete trägt der Mieter die Nebenkosten gemäß §2 Betriebskostenverordnung“ zu finden. Diese Klausel bedeutet, dass der Mieter alle Kostenpositionen bezahlen muss, die im zweiten Teil der Betriebskostenverordnung (BetrKV) aufgeführt sind.

Eine Ausnahme bilden jedoch die „sonstigen Betriebskosten„. Sie sind kein Sammelposten für alle möglichen Kosten, die der Vermieter nicht selbst tragen möchte. Der Mieter muss nur diejenigen „sonstigen Betriebskosten“ übernehmen, die im Mietvertrag ausdrücklich festgelegt sind. Mögliche „sonstige Betriebskosten“ könnten zum Beispiel die Betriebs- und Wartungskosten für ein gemeinschaftliches Schwimmbad oder die Wartung von Rauchmeldern und Feuerlöschern sein.

Wenn der Vermieter die Nebenkosten gemäß der Betriebskostenverordnung umlegen möchte, muss er diese Verordnung dem Mietvertrag nicht zwangsläufig beilegen. In vielen Mietverträgen ist die Verordnung dennoch im Anhang enthalten. Wenn im Mietvertrag nicht auf die Betriebskostenvereinbarung Bezug genommen wird, muss der Vermieter alle Betriebskosten im Vertrag aufführen, die er auf den Mieter umlegen möchte. Es reicht nicht aus, wenn im Mietvertrag lediglich steht: „Der Mieter bezahlt die Nebenkosten.“

Betriebskostenverordnung für Mietverträge vor und nach 2004

Die aktuelle Betriebskostenverordnung gilt für alle Mietverträge, die seit dem Inkrafttreten der Verordnung zum 1. Januar 2004 abgeschlossen wurden und eine Umlage der Betriebskosten auf den Mieter zum Inhalt haben. Für diese Mietverträge gelten die bereits erläuterten Bestimmungen.

Doch wie sieht es mit den Verträgen aus, die vor 2004 abgeschlossen wurden? In Bezug auf alte Mietverträge besteht Uneinigkeit darüber, ob weiterhin die vorherige Regelung oder automatisch die neue Verordnung gilt. Die Anwendbarkeit hängt von den vertraglichen Klauseln ab. Wenn Sie einen solchen älteren Vertrag haben, empfehlen wir dringend, sich von einem erfahrenen Mietrechtsanwalt beraten zu lassen.

Gerichtsurteile zu Fristen und § 556 BGB

Trotz der Zugänglichkeit der Regelungen und Fristen im § 556 BGB zur Nebenkostenabrechnung/Betriebskostenabrechnung für Vermieter und Mieter, verzögern zahlreiche Vermieter bzw. Hausverwaltungen noch immer die Abrechnungen. Es kam in vielen Fällen sogar vor, dass eine nachträgliche Korrektur erforderlich war.

Hier sind einige Urteile bezüglich der Abrechnungsfrist der Nebenkosten gemäß § 556 BGB. Diese Urteile fielen jeweils zugunsten der Mieter aus.

Fall I: Versäumte Abrechnungsfrist, Rückzahlung der Nebenkosten Im Jahr 2004 erhielt der Mieter eine Nachforderung über Betriebskosten in Höhe von 185,89 € für den Zeitraum vom 1. November 2001 bis zum 31. Dezember 2002. Obwohl der Mieter zu diesem Zeitpunkt das Mietobjekt nicht mehr bewohnte, beglich er die Nachforderung umgehend. Nachdem er seine Rechte gemäß BGB erfuhr, forderte der Mieter seinen ehemaligen Vermieter auf, die Nachzahlung zurückzuerstatten, da die einjährige Abrechnungsfrist gemäß § 556 Abs. 3 Satz 2 BGB vom Vermieter versäumt wurde, was dem Mieter zum Zeitpunkt der Nachzahlung noch nicht bekannt war.

Urteil (BGH Az.: VIII ZR 94/05): Die Klage zugunsten des Mieters wurde entschieden. Gemäß § 556 Abs. 3 Satz 2 und 3 BGB hätte der Vermieter die Abrechnung für den Zeitraum vom 1. November 2001 bis zum 31. Dezember 2002 spätestens bis zum 31. Dezember 2003 vorlegen müssen. Nach Ablauf dieser zwölfmonatigen Frist ist der Mieter nicht mehr verpflichtet, Nachzahlungen zu leisten. Der Mieter hatte daher Anspruch auf Rückerstattung aufgrund des Fristablaufs.

Fall II: Korrektur des Umlageschlüssels nach Fristablauf In diesem Fall wurde im Mietvertrag eine Umlage der Betriebskosten vereinbart. Der Mieter erhielt im Jahr 2002 eine Betriebskostenabrechnung über 658,01 € für das Jahr 2001. Der Mieter legte im Februar 2003 Einspruch ein. Im Laufe des Jahres 2003 änderte der Vermieter die Abrechnung auf Basis der Miteigentumsanteile, was zu einer höheren Nachforderung von 694,14 € führte.

Urteil (BGH Az.: VIII ZR 115/04): Der Vermieter stellte die korrigierte Abrechnung mit dem höheren Betrag erst im Jahr 2003 aus, was nach Ablauf der Abrechnungsfrist für das Jahr 2001 geschah. Gemäß § 556 Abs. 3 Satz 3 BGB ist die Geltendmachung von Nachforderungen durch den Vermieter nach Ablauf der Frist ausgeschlossen. Der Mieter ist daher nur zur Zahlung des geringeren Betrags von 658,01 € verpflichtet, der für das Jahr 2002 abgerechnet wurde. Alle Korrekturen und Nachforderungen nach Fristablauf sind ungültig.

Fall III: Korrektur der Nebenkosten nach Fristablauf zu Lasten des Mieters In diesem Fall erstellte die Vermieterin fristgerecht im Dezember 2004 die Nebenkostenabrechnung für das Jahr 2003 und gab ein Guthaben von 208,73 € für den Mieter an. Im Februar 2005 korrigierte die Vermieterin jedoch nachträglich Posten der Abrechnung und stellte eine Nachzahlung von 115,06 € fest. Der Mieter weigerte sich zu zahlen, woraufhin die Vermieterin klagte.

Urteil (BGH Az. VIII ZR 190/06): Bei diesem Urteil sind die Ausschlussfrist und die Abrechnungsfrist gemäß § 556 Abs. 3 Satz 2 und 3 BGB entscheidend. Die Vermieterin war nicht berechtigt, nach Ablauf der Fristen Nachforderungen zu stellen. Der Mieter war nicht verpflichtet, die Zahlung zu leisten.

Wichtig zu beachten: Grundsätzlich gilt für Mieterinnen und Mieter bezüglich der Fristen der Betriebskostenabrechnung gemäß gefällter Gerichtsurteile:

  • Wenn der Vermieter eine Korrektur der Abrechnung vornimmt und dabei feststellt, dass der Mieter ein Guthaben hat, muss dieses Guthaben dem Mieter ausgezahlt werden.
  • Wenn jedoch eine Korrektur dazu führt, dass der Mieter mehr nachzahlen muss, ist der Vermieter trotzdem an die ursprüngliche Abrechnung gebunden und darf nach Ablauf der Frist keine erhöhten Nachzahlungen verlangen, selbst wenn die Korrektur nach Fristablauf erfolgt ist (BGH Az. VIII ZR 190/06).
  • Ein Mieter kann eine bereits bezahlte Nebenkostenabrechnung zurückverlangen, wenn die Frist für die Zustellung bereits abgelaufen war, als er die Abrechnung erhielt (BGH VIII ZR 94/05).

Neues EU Gesetz: Sanierungspflicht und seine Folgen für Hauseigentümer

Das EU-Parlament hat die Richtlinie zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden gebilligt. Dies markiert einen wichtigen Schritt in Richtung der Klimaziele der EU. Der Plan sieht vor, den Energieverbrauch bis 2030 um durchschnittlich 16 Prozent und bis 2035 um 20 bis 22 Prozent zu senken. Zudem sollen bis 2030 16 Prozent der am wenigsten energieeffizienten Gebäude und bis 2033 26 Prozent renoviert werden.

Was die Sanierungspflicht für Hauseigentümer bedeutet

Die Initiative geht auf einen Vorschlag der EU-Kommission zurück, die darauf hinwies, dass Gebäude für rund 40 Prozent des Energieverbrauchs und ein Drittel der Treibhausgasemissionen in der EU verantwortlich sind. Eine bessere Dämmung und moderne Heizungen könnten den Energiebedarf senken und die Umweltbelastung verringern.

Umsetzung in Deutschland

Die Umsetzung der Richtlinie in Deutschland wird entscheidend sein. Es gibt keine Zwangsmaßnahmen für einzelne Gebäude, betonten EU-Chefunterhändler Ciarán Cuffe und Bundesbauministerin Klara Geywitz. Eine Einheitslösung würde zu sozialen Verwerfungen führen.Die genaue Klärung, welche Gebäude wann saniert werden müssen, ist eine große Herausforderung für die Bundesregierung, so der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie. Es muss eine Balance zwischen Effizienz und Machbarkeit gefunden werden. Ursprünglich war ein konkreter Sanierungszwang vorgesehen. Kritiker monieren jedoch, dass der Kompromiss den klimapolitischen Nutzen der Richtlinie neutralisiert. Der ambitionierte Plan könnte für Hausbesitzer finanziell überfordernd sein.

Auswirkungen auf den Immobilienmarkt

Die Umsetzung der Richtlinie könnte zu einem Wertverlust bei zahlreichen Immobilien führen. Eine mögliche Lösung wäre eine CO₂-Bepreisung mit einer Rückgabe der Einnahmen an die Bürger, so der Lobbyist Kai Warnecke. Dies könnte ein effektiverer Weg sein, um die Klimaziele zu erreichen.

Ziele der Richtlinie

Die neue Richtlinie zielt darauf ab, den Energieverbrauch von Wohngebäuden bis 2030 um durchschnittlich 16 Prozent und bis 2035 um 20 bis 22 Prozent zu reduzieren. Es wird auch eine Renovierung von nicht-wohnlichen Gebäuden gefordert, um den Energieverbrauch zu senken. Die Initiative für diese Richtlinie geht auf einen Vorschlag der EU-Kommission zurück, der vor etwa zwei Jahren eingereicht wurde. Gebäude sind laut der Kommission für einen erheblichen Anteil des Energieverbrauchs und der Treibhausgasemissionen in der EU verantwortlich. Ursprünglich war eine strengere Sanierungspflicht vorgesehen, doch diese wurde abgeschwächt. Kritiker bemängeln, dass dadurch der klimapolitische Nutzen der Richtlinie beeinträchtigt wird. Die Debatte bleibt intensiv.

Mögliche Auswirkungen auf den Immobilienmarkt

Die Umsetzung der Richtlinie in Deutschland könnte zu einem Wertverlust bei zahlreichen Immobilien führen, insbesondere wenn Mindeststandards eingeführt werden. Die genauen Auswirkungen bleiben abzuwarten. Es gibt Zuschüsse für den Austausch von Gas- oder Ölheizungen sowie Förderungen für weitere Effizienzmaßnahmen. Die Details der Förderung werden erläutert, wobei betont wird, dass die Investitionskosten gedeckelt sind.

Fazit und Ausblick

Die Richtlinie zur energetischen Sanierung von Wohngebäuden stellt eine bedeutende Maßnahme zur Erreichung der Klimaziele der EU dar. Die genaue Umsetzung und ihre Auswirkungen in Deutschland werden jedoch weiterhin intensiv diskutiert und beobachtet.

20.02.2024: Förderdarlehen ab 1,15% für klimafreundlicher Neubau von Wohngebäude (297, 298)

Ab dem 20. Februar ist es wieder möglich, zinsvergünstigte Kredite für energieeffizientes Bauen zu beantragen. Nachdem das Programm Ende 2023 vorübergehend ausgesetzt wurde, wird es nun wieder aufgenommen. Interessierte können erneut bei der staatlichen KfW-Bank Kredite zu attraktiven Konditionen beantragen.

Zusammenfassung des Förderprogramms

  • für Neubau und Erstkauf
  • bis zu 150.000 Euro je Wohnung
  • für Privatpersonen, Unternehmen und andere Investoren
  • bis zu 35 Jahre Laufzeit und bis zu 10 Jahre Zinsbindung

Mindestanforderung an das Gebäude

Ein Wohngebäude erreicht diese Förder­stufe, wenn es gemäß der technischen Mindest­anforderungen

  • die Effizienz­haus-Stufe 40 erreicht,
  • in seinem Lebenszyklus so wenig CO2 ausstößt, dass die An­forderung an Treibhaus­gas­emissionen des „Qualitäts­siegels Nachhaltiges Gebäude Plus“ erfüllt werden und
  • nicht mit Öl, Gas oder Biomasse beheizt wird.

Klimafreundliches Wohngebäude – mit QNG

Ein Wohngebäude erreicht diese Förderstufe, wenn es gemäß der technischen Mindest­anforderungen

  • die Effizienz­haus-Stufe 40 erreicht,
  • die An­forderungen des „Qualitätssiegels Nachhaltiges Gebäude Plus“ (QNG-PLUS) oder des „Qualitäts­siegels Nach­haltiges Gebäude Premium (QNG-PREMIUM)“ erfüllt, bestätigt durch ein Nach­haltig­keits­zertifikat, und
  • nicht mit Öl, Gas oder Biomasse beheizt wird.

Diese Anforderungen können Ihre Experten für Energie­effizienz und Berater für Nach­haltigkeit ein­planen und über­prüfen.

In beiden Förderstufen fördern wir die folgenden Maßnahmen:

  • den Bau und den Kauf einschließlich Nebenkosten
  • die Planung und Bau­be­gleitung durch die Experten für Energie­effizienz und Berater für Nach­haltig­keit
  • die Nach­haltigkeits­zertifizierung

Ausgeschlossen sind folgende Vorhaben

  • Umschuldungen bestehender Kredite
  • Nachfinanzierungen bereits begonnener oder abge­schlossener Vorhaben
  • Kauf eines Grundstücks

Folgende Personen/Institute werden gefördert

  •  Privatpersonen, zum Beispiel Eigen­tümerinnen und Eigentümer
  •  Wohneigentums­gemeinschaften
  •  Einzelunternehmerinnen und Einzelunternehmer sowie freiberuflich Tätige
  •  Unternehmen und kommunale Unternehmen
  •  Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbR)
  •  Vermieterinnen und Vermieter
  •  alle juristischen Personen des Privat­rechts, zum Beispiel Wohnungs­bau­genossen­schaften
  •  Körperschaften und Anstalten des öffent­lichen Rechts, zum Beispiel Kammern oder Verbände
  •  soziale Organisationen und Vereine

 

 

EZB belässt Leitzins auf hohem Niveau

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat bei ihrer letzten Sitzung die Leitzinsen unverändert hoch gehalten, und es scheint, als spiele die Notenbank auf Zeit, wenn es um die erste Zinssenkung geht. Nach einer wenig aufregenden Sitzung bleibt bei Analysten der Eindruck, dass die EZB Geduld walten lässt. Anleger müssen sich daher weiterhin auf eine Geduldsprobe einstellen.

Die Zinsen im Euro-Raum bleiben auf einem hohen Niveau, da die EZB die Leitzinsen wie erwartet bereits zum dritten Mal in Folge unverändert gelassen hat. Der Leitzins verharrt somit bei 4,5 Prozent, während der Einlagenzins für überschüssige Liquidität der Banken bei 4,0 Prozent liegt. Es wird erwartet, dass die Leitzinsen auf dem derzeitigen Höchststand für eine Weile verbleiben. Interessanterweise stieg der Dax trotzdem um mehr als 100 Punkte von seinem Tagestief.

Nach der Sitzung berichtete EZB-Präsidentin Lagarde, dass im EZB-Rat breite Einigkeit darüber bestehe, dass es „verfrüht ist, über Zinssenkungen zu sprechen“. Die Notenbank werde sich weiterhin strikt an neuen Daten orientieren, und es gebe keine fixen Termine im Kalender für Zinsänderungen.

Grafische Auswertungen finden Sie in unsere Research-Bereich.

Immobilienfinanzierung ohne Eigenkapital: Wie Sie Ihr Traumhaus trotzdem erwerben können

Sie haben es sich schon immer gewünscht – Ihr Traumhaus, das perfekt zu Ihnen passt. Doch die Finanzierung stellt sich als große Hürde dar. Sie haben kein Eigenkapital zur Verfügung und fragen sich, wie Sie dennoch in den Genuss eines eigenen Hauses kommen können? Keine Sorge, denn in diesem Blogbeitrag werden wir Ihnen zeigen, wie Sie Ihre Immobilie auch ohne Eigenkapital erwerben können.Das klingt zu schön, um wahr zu sein? Wir werden Ihnen verschiedene Wege aufzeigen, wie Sie Ihre Traumimmobilie finanzieren können, ohne dabei auf ein hohes Eigenkapital angewiesen zu sein bzw. eine Hausfinanzierung ohne Eigenkapital aufsetzten. Obwohl es vielleicht nicht der konventionelle Weg ist, können Sie dennoch erfolgreich Ihren Wohntraum verwirklichen.Bereiten Sie sich vor, denn wir werden Ihnen die Geheimnisse der Immobilien Finanzierung ohne Eigenkapital offenbaren. Erfahren Sie, wie Sie Schritt für Schritt vorgehen können, um Ihren Wunsch nach einem eigenen Haus zu realisieren, ganz ohne das mühsame Sparen von Eigenkapital. Es ist an der Zeit, Ihre Träume zu verwirklichen – und wir zeigen Ihnen den Weg!

Die Vor- und Nachteile der Finanzierung ohne Eigenkapital

Die Finanzierung, ob Baufinanzierung ohne Eigenkapital oder Bestandsimmobilie ohne Eigenkapital hat sowohl Vor- als auch Nachteile. Einer der größten Vorteile ist, dass Sie nicht jahrelang auf das Sparen von Eigenkapital angewiesen sind, um sich Ihren Traum vom eigenen Haus zu erfüllen. Sie können sofort mit dem Kaufprozess beginnen und müssen nicht erst Jahre lang Geld beiseitelegen.

Ein weiterer Vorteil ist, dass Sie möglicherweise eine größere Auswahl an Immobilien haben, da Sie nicht auf ein bestimmtes Budget beschränkt sind. Wenn Sie genug Einkommen haben, um die monatlichen Ratenzahlungen zu leisten, können Sie sich auch teurere Häuser leisten.

Es gibt jedoch auch einige Nachteile beim Kauf einer Immobilie mit Finanzierung ohne Eigenkapital. Einer davon ist, dass die monatlichen Ratenzahlungen höher sein können als bei einer herkömmlichen Finanzierung mit Eigenkapital. Dies liegt daran, dass die Bank ein höheres Risiko eingeht und daher einen höheren Zinssatz verlangt.

Ein weiterer Nachteil ist, dass Sie möglicherweise mehr Zinsen über die Laufzeit des Darlehens zahlen müssen. Da Sie kein Eigenkapital haben, wird der gesamte Betrag finanziert und somit fallen mehr Zinsen an.

Trotz dieser Nachteile kann die Finanzierung ohne Eigenkapital eine gute Option sein, wenn Sie schnell in Ihr Traumhaus einziehen möchten und das nötige Einkommen haben, um die monatlichen Ratenzahlungen zu leisten.

Die Rolle des Schufa-Scores bei der Finanzierung ohne Eigenkapital

Bei der Finanzierung ohne Eigenkapital spielt der Schufa-Score eine wichtige Rolle. Die Banken prüfen Ihren Schufa-Score, um Ihre Kreditwürdigkeit zu bewerten. Je besser Ihr Score ist, desto wahrscheinlicher ist es, dass Sie eine Finanzierung erhalten.

Es ist wichtig, dass Sie Ihren Schufa-Score kennen und gegebenenfalls verbessern, bevor Sie sich um eine Finanzierung ohne Eigenkapital bemühen. Überprüfen Sie regelmäßig Ihre Kreditberichte und stellen Sie sicher, dass alle Informationen korrekt sind. Wenn Sie negative Einträge haben, versuchen Sie diese zu bereinigen oder zu erklären, ansonsten könnten es mit einer Vollfinanzierung ohne Eigenkapital schwierig werden.

Ein guter Schufa-Score kann Ihnen helfen, bessere Konditionen für Ihre Finanzierung zu erhalten. Es lohnt sich also, daran zu arbeiten und Ihre Bonität zu verbessern.

Tipps zum erfolgreichen Erwerb einer Immobilie ohne Eigenkapital

Wenn Sie einen Hauskredit ohne Eigenkapital aufnehmen möchten, gibt es einige Tipps, die Ihnen dabei helfen können:

  1. Einkommen und Ausgaben überprüfen: Bevor Sie sich um eine Finanzierung bemühen, sollten Sie Ihr Einkommen und Ihre Ausgaben sorgfältig überprüfen. Stellen Sie sicher, dass Ihr Einkommen ausreicht, um die monatlichen Ratenzahlungen zu leisten.
  2. Alternative Finanzierungsmöglichkeiten: Informieren Sie sich über alternative Finanzierungsmöglichkeiten wie staatliche Förderprogramme oder Darlehen von Verwandten. Diese können Ihnen helfen, das fehlende Eigenkapital zu ersetzen.
  3. Immobilienmarkt analysieren: Machen Sie sich mit dem Immobilienmarkt vertraut und suchen Sie nach günstigen Angeboten. Manchmal finden Sie Immobilien, die unter dem Marktwert angeboten werden und somit eine gute Option für eine Finanzierung ohne Eigenkapital darstellen.
  4. Zusätzliche Sicherheiten anbieten: Wenn Sie keine oder nur wenig Eigenkapital haben, können Sie möglicherweise zusätzliche Sicherheiten anbieten, um das Risiko für die Bank zu verringern. Dies kann zum Beispiel ein Bürgschaft oder eine Lebensversicherung sein.

Mit diesen Tipps können Sie Ihre Chancen auf eine erfolgreiche Finanzierung ohne Eigenkapital erhöhen und Ihrem Traum vom eigenen Haus näherkommen.

Zusammenfassung: Finanzierung ohne Eigenkapital – Ihr Weg zum Traumhaus

Das Finanzieren ohne Eigenkapital ist möglich, aber es gibt Vor- und Nachteile, die berücksichtigt werden sollten. Es ist wichtig, Ihren Schufa-Score zu kennen und gegebenenfalls zu verbessern, um bessere Konditionen für Ihre Finanzierung zu erhalten.

Durch sorgfältige Planung und Überprüfung Ihrer finanziellen Situation können Sie erfolgreich eine Immobilie ohne Eigenkapital erwerben. Nutzen Sie alternative Finanzierungsmöglichkeiten und bieten Sie gegebenenfalls zusätzliche Sicherheiten an, um Ihre Chancen zu erhöhen.

Denken Sie daran, dass die Finanzierung ohne Eigenkapital möglicherweise höhere monatliche Ratenzahlungen und mehr Zinsen über die Laufzeit des Darlehens mit sich bringt. Doch wenn Sie das nötige Einkommen haben und Ihren Traum vom eigenen Haus verwirklichen möchten, kann dies eine gute Option für Sie sein.

Machen Sie sich auf den Weg zu Ihrem Traumhaus und lassen Sie sich nicht von fehlendem Eigenkapital aufhalten. Mit der richtigen Planung und Vorbereitung können auch Sie Ihr eigenes Zuhause besitzen! Bei einer angespannten Vermögenssituation ist eine Baufinanzierung mit Eigenkapital unabdingbar.

Haus und Wohnung energieeffizient sanieren (261)

Gefördert werden sämtliche energetischen Maßnahmen, die zu einer Effizienzhaus-Stufe 85 oder besser führen. Das Effizienzhaus ist ein technischer Standard, der in den Förderprodukten Anwendung findet. Unterschiedliche Zahlwerte geben an, wie effizient ein Gebäude im Vergleich zu einem Referenzgebäude ist, wobei eine niedrigere Zahl eine höhere Energieeffizienz bedeutet.
Die Förderung schließt auch Baunebenkosten ein, die verschiedene Ausgaben im Rahmen der Sanierung umfassen können, wie zum Beispiel Architekten- und Ingenieurleistungen. Ebenso werden Wiederherstellungskosten berücksichtigt, die entstehen können, wenn beispielsweise die Außenwanddämmung verputzt oder Außenanlagen wie Zugangswege wiederhergestellt werden.

Voraussetzung für diese Förderung ist, dass der Bauantrag oder die Bauanzeige des Wohngebäudes zum Zeitpunkt des Antrags mindestens 5 Jahre zurückliegt.

Die KfW unterscheidet zwischen „Effizienzhaus-EE“ (wird erzielt, indem erneuerbare Energien und/oder unvermeidbare Abwärme mindestens 65 Prozent des für die Wärme- und Kälteversorgung des Gebäudes erforderlichen Energiebedarfs decken. Hierbei muss der auf erneuerbaren Energien basierende Wärme- oder Kälteerzeuger bzw. das Wärme- oder Gebäudenetz als Teil der geförderten Sanierung zur Effizienzhaus-EE-Klasse erstmalig installiert oder angeschlossen werden, und zuvor darf kein solcher Wärmeerzeuger im Gebäude vorhanden gewesen sein. Selbst bei einer schrittweisen Sanierung kann die EE-Klasse nur einmal erreicht werden.) und „Effizienzhaus NH“ (wird erzielt, wenn für ein Effizienzhaus ein Nachhaltigkeitszertifikat ausgestellt wird, das die Übereinstimmung der Maßnahme mit den Anforderungen des Qualitätssiegels „Nachhaltiges Gebäude“ bestätigt.)

Effizienzhaus Zuschuss in % je Wohneinheit Tilgungszuschuss mit WPB-Bonus Tilgungszuschuss mit serielles Sanieren – Bonus Tilgungszuschuss mit WPB und serielles Sanieren – Bonus
Effizienzhaus 40 EE oder NH 25 % von max. 150.000 Euro Kreditbetrag
(bis zu 37.500 Euro)
35 % (bis zu 52.500 Euro) 40 % (bis zu 60.000 Euro) 45 % (bis zu 67.500 Euro)
Effizienzhaus 40 20 % von max. 120.000 Euro Kreditbetrag
(bis zu 24.000 Euro)
30 % (bis zu 36.000 Euro) 35 % (bis zu 42.000 Euro) 40 % (bis zu 48.000 Euro)
Effizienzhaus 55 EE oder NH 20 % von max. 150.000 Euro Kreditbetrag
(bis zu 30.000 Euro)
30 % (bis zu 45.000 Euro) 35 % (bis zu 52.500 Euro) 40 % (bis zu 60.000 Euro)
Effizienzhaus 55 15 % von max. 120.000 Euro Kreditbetrag
(bis zu 18.000 Euro)
25 % (bis zu 30.000 Euro) 30 % (bis zu 36.000 Euro) 35 % (bis zu 42.000 Euro)
Effizienzhaus 70 EE 15 % von max. 150.000 Euro Kreditbetrag
(bis zu 22.500 Euro)
25 % (bis zu 37.500 Euro)
Effizienzhaus 70 NH 15 % von max. 150.000 Euro Kreditbetrag
(bis zu 22.500 Euro)
Effizienzhaus 70 10 % von max. 120.000 Euro Kreditbetrag
(bis zu 12.000 Euro)
Effizienzhaus 85 EE oder NH 10 % von max. 150.000 Euro Kreditbetrag
(bis zu 15.000 Euro)
Effizienzhaus 85 5 % von max. 120.000 Euro Kreditbetrag
(bis zu 6.000 Euro)
Effizienzhaus Denkmal EE oder NH 10 % von max. 150.000 Euro Kreditbetrag
(bis zu 15.000 Euro)
Effizienzhaus Denkmal 5 % von max. 120.000 Euro Kreditbetrag
(bis zu 6.000 Euro)

Worst Performing Building kennzeichnet ein Gebäude, das aufgrund des energetischen Sanierungsstandes seiner Bauteilkomponenten zu den energetisch schlechtesten 25 Prozent des deutschen Gebäudebestandes gehört.

Für „Worst Performing Building“ (WPB) wird für folgende Effizienzhaus-Stufen ein zusätzlicher Bonus gewährt:

  • Effizienzhaus 70 EE WPB
  • Effizienzhaus 55 WPB, 55 EE WPB oder 55 NH WPB
  • Effizienzhaus 40 WPB, 40 EE WPB oder 40 NH WPB

Serielle Sanierung liegt vor, wenn die energetische Sanierung von bestehenden Gebäuden unter Einsatz vorgefertigter Fassaden- bzw. Dachelemente abseits der Baustelle erfolgt und diese dann an den bestehenden Gebäuden montiert werden. Die vorgefertigten Elemente weisen dabei einen so hohen Vorfertigungsgrad auf, dass der handwerkliche Aufwand vor Ort im Vergleich zur herkömmlichen Sanierung signifikant reduziert wird.

Für die „Serielle Sanierung“ (SerSan) wird für folgende Effizienzhaus-Stufen ein zusätzlicher Bonus gewährt:

  • Effizienzhaus 55 SerSan, 55 EE SerSan oder 55 NH SerSan
  • Effizienzhaus 40 SerSan, 40 EE SerSan oder 40 NH SerSan

Die Boni für „Worst Performing Building“ und die Serielle Sanierung sind kumulierbar, werden jedoch auf insgesamt 20 Prozent gedeckelt.

Des Weiteren wird auch die Sanierung von Baudenkmalen oder Gebäuden mit besonders erhaltenswerter Bausubstanz gefördert.

Bei frisch sanierten Immobilien, die erworben werden, sind energetische Sanierungsmaßnahmen, sofern die Kosten gesondert im Kaufvertrag ausgewiesen sind, förderfähig.

Zusätzlich wird gefördert:

  • die notwendige Fachplanung und Baubegleitung durch eine Energieeffizienz-Expertin oder einen Energieeffizienz-Experten sowie eine akustische Fachplanung durch eine Akustikerin oder einen Akustiker, um den Lärmschutz bei stationären Geräten, wie beispielsweise Wärmepumpen, sicherzustellen.
  • die Nachhaltigkeitszertifizierung mit dem „Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude“, sofern eine Effizienzhaus-Stufe mit Nachhaltigkeits-Klasse erreicht wird. Es ist zu beachten, dass laufende Lizenzgebühren für ein Nachhaltigkeitszertifikat nicht gefördert werden.

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